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„Kinder im Krieg“- unser Thema zum Volkstrauertag 2021

Wahlpflichtkurs Geschichte des elften Jahrgangs gestaltet Gedenkparcours

Am Freitag vor dem Volkstrauertag gedenkt der Verband Ehemaliger Leibnizer (VEL) traditionell gemeinsam mit aktiven Schülerinnen und Schülern der Toten der Leibnizschule. Im Jahr 2021 hat der Wahlpflichtkurs Geschichte des elften Jahrgangs sich der Ausgestaltung dieses Gedenkens am 12. November angenommen. Die Schülerinnen und Schüler legten den Akzent auf die Situation von Kindern im Krieg und stellten damit sowohl einen Bezug zur Schule als auch zur Auswirkung von Kriegen auf das Leben von Kindern her. Neu und herausfordernd war der Ablauf, den der Kurs entwickelt hatte: Die elften Klassen waren eingeladen, zunächst in kleineren Gruppen jeweils vier Stationen im Schulgebäude zu besuchen. Die zwischen Aula und Mensa verteilten Stationen widmeten sich der Erziehung von Kindern zum Krieg im Nationalsozialismus, den Folgen von kriegsbedingter Flucht und Vertreibung für Kinder, der Situation von Kindersoldaten heute sowie der Geschichte der Gedenkstele im Eichenhain. Für jede Teilgruppe verlief der Rundgang in einer anderen Reihenfolge und, da jede Station doppelt angeboten wurde, mit anderen Referentinnen und Referenten. Erst nach einer knappen halben Stunde versammelten sich alle im Eichenhain, wo Juliane Raffel-Nottbohm im Namen der Schulleitung begrüßende Worte sprach und dem Wahlpflichtkurs für sein Engagement und die inhaltlichen Impulse dankte. Kristina Wehling, die Vorsitzende des VEL, schloss an die Stationen des Gedenkparcours an und beschrieb die Situation von Leibnizschülern zur Zeit des Zweiten Weltkriegs.

Bevor Cord Bräuer und Christian Knupper für den VEL den traditionellen Kranz an der Gedenkstele niederlegten, baten Nelle G. und Anna R. im Namen des Wahlpflichtkurses, dem dies ein besonderes Anliegen war, ihre Mitschülerinnen und Mitschüler um einen Moment des Schweigens. Nun ist Stille in einer Schule ein kostbares Gut. Dem elften Jahrgang gelang es jedoch – trotz einer gewissen Geräuschentwicklung aus umliegenden Klassenräumen –, auch das stille Gedenken würdevoll zu begehen. Die Schicksale von Kindern im Krieg, die im Rahmen des Gedenkparcours dargestellt worden waren, mögen dabei der Einen oder dem Anderen nachgegangen sein.

Axel Ehlers (Text und Fotos)

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