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Totes wird lebendig

Die Schülergruppe vor der Saarschleife Foto: A. Steguweit

Die Lateinfahrt des 10. Jahrgangs nach Trier

Am 25. März 2019 startete der Lateinkurs 10 mit Herrn Bartsch, un­serem Latein­lehrer, und Frau Steguweit, seine Zug­fahrt nach Augusta Tre­verorum oder wie wir es heute nennen: Trier.

Schon auf dem Weg zur Jugend­herberge sahen wir die ersten Rö­merbauten, wie die Porta Nigra, welche wir noch am selben Tag besuchten. Nachdem wir unsere Sachen in der Jugend­herberge, welche direkt an der Mosel liegt, verstaut hatten, liefen wir zurück zum „schwarzen Tor”. Dort wurden wir dann von einem typischen, römischen Soldaten empfangen, welcher uns auch zu einem ausbilden wollte. Nach vielen Treppen wurden wir von dem Centurio begrüßt, welcher uns von der Geschichte Triers und der Porta Nigra erzählte. Die Führung wurde mit viel Enter­tainment untermalt, woran viele von uns großen Spaß hatten.

Nach einem ausgiebigen Frühstück begannen wir den Tag mit einer Stadt­führung, angefangen am Simeonsstift, über den Marktplatz, bis an die Basilika. Wir erfuhren, dass Trier in römischer Zeit die wichtigste Stadt nördlich der Alpen war, und bekamen ihren früheren, typisch römischen Grundriss erklärt.
Nach einer Mittags­pause ging es im Landes­museum weiter, wo wir mehr über den römischen Lebensstil, Baustil und den Trierer Goldmünzenschatz erfuhren. Den Nachmittag hatten wir zur freien Verfügung und nutzten ihn, um die Trierer Innenstadt zu erkunden.

Am Mittwoch fuhren wir mit dem Bus in das Umland, wo wir an der bekannten Römerbrücke vorbeifuhren. Auch die typischen Weinberge haben wir im Vorbeifahren betrachten können. Zuerst besuchten wir die Villa Nenning, in welcher ein gut erhaltenes Mosaik zu sehen ist. Dann besuchten wir die zweite Villa, die Villa Borg, welche eine originalgetreue Rekonstruktion einer römischen Villa ist, die dort tatsächlich stand. Wir sahen ein typisch römisches Badezimmer mit seinem Kalt- und Warmwasserbad, eine Küche und einen Eingangsbereich. Auch einen Kräutergarten durften wir sehen.

Nach dem Betrachten der vielen Räume und deren Verzierungen aßen wir vor Ort römische Gerichte, welche sehr lecker schmeckten. Unter der römischen Küche kann man sich Fleisch, Gemüse und Brot mit Aufstrich vorstellen und statt unserer bekannten Gewürze verwendeten die Römer viele Kräuter.

Auf dem Rückweg machten wir einen kurzen Abstecher an die Saarschleife, welche wir nach einer kurzen Wanderung erreichten. Kurz vor Trier sahen wir noch die Igeler Säule, einen riesigen römischen Grabstein, welcher den römischen Grabkult widerspiegelt und von einer dort lebenden Tuchhändler-Familie erbaut wurde.
Alles in einem war es eine tolle Erfahrung, da uns die tote Sprache Latein in vielerlei Hinsicht doch lebendig erschienen ist.

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