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Leibnizer*innen gewinnen Bronze beim Hannoverschen Mathematikturnier

Wer eine IBAN eintippt, mit Karte bezahlt oder einen Strichcode an der Supermarktkasse scannt, begegnet ihr ständig – der Kryptografie und der Mathematik hinter unseren digitalen Daten. Dass eine falsch eingegebene Kontonummer oft sofort erkannt wird oder Nachrichten im Internet sicher übertragen werden können, beruht auf Zahlentheorie, Primzahlen und modularer Arithmetik. Mit genau diesen Themen beschäftigten sich Robert und Tsotne (Jahrgang 13), Ruben (Jahrgang 12) und Leon (Jahrgang 10) im Vorbereitungsmaterial zum diesjährigen Hannoverschen Mathematikturnier.

Am 18. September 2026 fand es erneut an der Leibniz Universität Hannover statt. Der Wettbewerb besteht aus zwei Teilen: dem „Sum of us“ am Vormittag und der Staffel am Nachmittag. In beiden Teilen können die Teams jeweils bis zu 500 Punkte erreichen.

Im ersten Wettbewerbsteil stand in diesem Jahr das Thema „Kryptographie und Zahlentheorie“ im Mittelpunkt. Das Vorbereitungsmaterial führte von grundlegenden Verschlüsselungsverfahren über Primzahlen und den Euklidischen Algorithmus bis hin zu modernen Anwendungen wie dem Diffie-Hellman-Schlüsselaustausch und dem RSA-Verfahren. Besonders spannend war dabei, dass viele der behandelten mathematischen Ideen direkt in unserem Alltag Anwendung finden – etwa bei Prüfziffern von Kreditkarten und IBANs oder bei der sicheren Kommunikation im Internet.

Im ersten Teil bearbeiteten die Teams ein umfangreiches Aufgabenpaket zu diesen Themen. Hier waren sorgfältiges Rechnen, ein sicherer Umgang mit modularer Arithmetik und ein gutes Verständnis der vorbereiteten Inhalte gefragt. Die Leibnizer*innen erzielten dabei starke 355 Punkte und erreichten den dritten Platz in diesem Wettbewerbsteil.

Am Nachmittag folgte die Staffel mit innermathematischen Aufgaben aus verschiedenen Gebieten der Mathematik. Wie im vergangenen Jahr erhielten die Teams immer nur eine Aufgabe; erst nach einer Lösung oder dem Aufgeben dieser Aufgabe wurde die nächste ausgeteilt. Neben mathematischem Geschick waren deshalb auch gute Kommunikation, schnelle Entscheidungen und eine durchdachte Teamstrategie entscheidend. Das Team der Leibnizschule meisterte auch diese Herausforderung hervorragend und erreichte mit 350 Punkten ebenfalls den dritten Platz.

Mit den Ergebnissen aus beiden Wettbewerbsteilen sicherten sich Robert, Tsotne, Ruben und Leon schließlich den dritten Platz in der Gesamtwertung und damit die Bronzemedaille. Zusätzlich konnten sich die vier über Buch- und Sachpreise freuen.

Das erfolgreiche Abschneiden zeigt einmal mehr, wie vielseitig Mathematik ist: Von Primzahlen und Verschlüsselungsverfahren bis hin zu kniffligen Wettbewerbsaufgaben verbindet sie abstraktes Denken mit Anwendungen, die unseren Alltag täglich begleiten. Herzlichen Glückwunsch an das Team zu diesem tollen Erfolg!

Benjamin John

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