Fast ein Wunder – „Atzen“ gewinnen vorweihnachtliches Fußballturnier

Dezimierte Lehrermannschaft leistet Historisches

Wollten deutsche Fußballfans am 6. Dezember 2018 ihre Lieblingssportart verfolgen, schauten sie wortwörtlich in die Röhre, denn in Deutschlands Profiligen ruhte an diesem Tag der Ball. Doch die Leibnizer mussten darunter nicht leiden, denn sie konnten in der Spielehalle von 14:00 Uhr an das alljährliche vorweihnachtliche Fußballturnier verfolgen.

Die Sieger mit ihren Fans

Diese Chance nutzten relativ viele Schülerinnen und Schüler, so dass jedes der zwölf Teams Unterstützung von der Tribüne bekam. Vor allem die „Atzen“ konnten sich über lautstarke Fans freuen, was nicht zuletzt an der mitgebrachten Trommel lag. Auch die „Sippschaft“-Fans hatten keine Kosten und Mühen gescheut und brachten ein Banner mit.

In der Gruppenphase spielten die Teams in vier Dreiergruppen, von denen jeweils die zwei besten weiterkamen. Dies waren die Teams „Elfen­bein­küste“, „Verein für Leibnizübungen“ (Lehrermannschaft), „Inder“, „Die groben Atzen“ (Vorjahressieger als „FC Unterkurs“), „Sippschaft“, „Im Jahr 2018 sind wir pünktlich!“, „Einbürgerungstruppe“ und „Das Team, das mir persönlich am besten gefällt“. Na, welcher Name gefällt euch am besten?

Die Gruppenphase bot bereits allerlei Spannung. Das beste Beispiel dafür war das letzte Spiel der Gruppenphase, in dem das letzte Tor alles entschied. Der sportliche Erfolg war jedoch nicht die einzige Möglichkeit, an tolle Preise zu kommen. Denn wie jedes Jahr, wurde auch das kreativste Team prämiert. Für diesen Preis kamen viele Teams in Frage: Vor allem die Vorjahressieger „Elfen­bein­küste“, die in Elfenkostümen aufliefen, hofften auf den Sieg. Die Jury konnte aber das Team „Einbürgerungstruppe“ am meisten überzeugen, denn die Spieler trugen selbstgemachte Trikots, hinter denen eine persönliche Geschichte steckte. Gratulation an dieses Team, das sich über Fußballkarten freuen konnte!

In abwechslungsreichen Viertelfinals, bei denen vom „Atzen“-Kantersieg bis zum Lehrer-Last-Minute-Sieg alles dabei war, qualifizierten sich die vier Teams „Sippschaft“, „Die groben Atzen“, „Verein für Leibnizübungen“ und „Das Team, das mir persönlich am besten gefällt“ für das Halbfinale. Vor allem das letzte Team ist zu erwähnen, da dort die einzigen zwei Mädchen des Turniers mitspielten. Nennenswert war aber auch der Einzug der Lehrermannschaft, die wegen Verletzungen ab dem Viertelfinale ohne Ersatzspieler antrat. Herr Ehlers machte sich darüber keine Sorgen: „Das macht uns nur noch stärker“, sagte er. Bei Herrn Engel klang jedoch an, wie schwerwiegend die körperliche Belastung für die Lehrer war: „Zwölf Minuten rennen fällt uns ‚alten Säcken‘ schon schwer“.

Getragen von der Unterstützung einiger Lehrerfans, vor allem Frau Lachmann ist hier zu erwähnen, schaffte man tatsächlich den Finaleinzug. Doch im Gegensatz zu den „Atzen“, die im Halbfinale gegen „Das Team, das mir persönlich am besten gefällt“ keine große Mühe für einen Sieg brauchten, war das Lehrerspiel gegen die „Sippschaft“ an Spannung kaum zu überbieten: Nach einem packenden 1:1 ging es für die Teams ins Elfmeterschießen, und das hatte es wirklich in sich, denn es dauerte 16 Schüsse, bis ein Sieger gefunden war. Am Ende war es Herr Müglich, der den entscheidenden Elfmeter hielt und die Lehrer ins Finale brachte.

Anschließend fragte ich beim Torschützen und Ex-Regionalligaspieler Daniel Hintzke, der auch einmal in der zweiten Runde des DFB-Pokals stand, nach, ob für ihn dieses oder das Spiel, in welchem er in die zweite DFB-Pokalrunde einzog, bedeutender war. Er konnte sich nicht wirklich entscheiden und antwortete diplomatisch: „Das ist eine ganz, ganz schwere Frage, da beide Spiele auf ihre Art und Weise besonders waren. Der Erfolg, mit dem Lehrerteam im Finale zu stehen, wiegt natürlich sehr, sehr schwer, das grenzt schon fast an ein Wunder. Genauso wie damals das Wunder gegen Nürnberg, also kann ich diese Frage nicht beantworten.“

Die „Sippschaft“ erreichte durch einen Sieg im Spiel um Platz 3 doch noch das Siegertreppchen und wurde mit Pizzagutscheinen belohnt. „Das Team, das mir persönlich am besten gefällt“ wurde Vierter, doch können sie sich meiner Meinung nach trotzdem über die gute Leistung freuen, denn es hätte auch mehr werden können.

Das Finale war leider nur kurz spannend. Nachdem die „Atzen“ schnell mit 1:0 in Führung gegangen waren, konnten die Lehrer mit Kampfgeist zwar zwischenzeitlich ausgleichen, gingen danach aber komplett unter. Am Ende war sicherlich der ein oder andere froh, als beim Stand von 1:6 abgepfiffen wurde. Die „Atzen“ freuten sich als Titelverteidiger über Fußballtickets, doch auch die abgekämpften Lehrer konnten stolz über die ziemlich gute Leistung sein.

Am Ende des Tages gingen alle erschöpft, aber glücklich nach Hause, denn das Mitspielen und Zuschauen hat viel Spaß gemacht und durch den Abi-Jahrgang war auch für das leibliche Wohl gesorgt. An dieser Stelle möchte ich im Namen aller, die diesen Nachmittag genießen konnten, den Beteiligten und Organisatoren danken, die dies alles überhaupt erst ermöglicht haben. Ich bin mir sicher, dieses Turnier hat uns die Vorweihnachtszeit versüßt!

Felix Moskalev, 8d