Leibnizer erfolgreich bei der Mathematikolympiade

Mathe mit Krokoparden und fliegenden Ungeheuern

Viggo (3. von links) und Robin (3. von rechts) erfolgreich bei der Landesrunde der Mathematikolympiade

„Hänsel und Gretel sind im Land der Ungeheuer. An einer alten Eiche lesen sie auf einem Schild:

(1) Krokoparden sind Ungeheuer ohne Fell.
(2) Jedes Ungeheuer, das nicht schwimmen kann, hat keine Hörner.
(3) Alle Ungeheuer mit Schuppen können fliegen.
(4) Alle Ungeheuer mit Ausnahme der Krokoparden sind ungefährlich für Kinder.
(5) Jedes Ungeheuer ohne Schuppen hat ein dickes Fell.
(6) Jedes Ungeheuer, das fliegen kann, kann nicht schwimmen.
(7) Jedes Ungeheuer mit Schuppen hat zwei krumme Hörner.
In der Ferne taucht plötzlich ein reisiges fliegendes Ungeheuer auf.

Lässt sich aus den wahren Aussagen (1) bis (7) schließen, ob das riesige fliegende Ungeheuer gefährlich für Kinder ist? Begründe Deine Entscheidung.“

Diesen und ähnlichen Aufgaben stellten sich über 200 Schüler*innen aus ganz Niedersachsen am vergangenen Wochenende bei der Landesrunde der 58. Mathematik-Olympiade an der Universität in Göttingen. Darunter waren auch vier Leibnizer: Viggo (5b), Robin (6a), Lenn (6b) und Jasper (8a). Qualifiziert hatten sich die vier und Jens (9a), der bei der Landesrunde allerdings verhindert war, durch herausragende Leistungen bei der Schulrunde, an der Schüler*innen aus der Leibnizschule teilgenommen haben.

Bei der Landesrunde stellten sich Schüler*innen der Klassen sieben bis zwölf Freitag und Samstag je drei Aufgaben, Fünft- und Sechstklässler reisten am Samstag an und mussten demnach nicht ganz so lange knobeln. Während in den Hinterzimmern eifrig die Arbeiten korrigiert wurden, um rechtzeitig die Sieger küren zu können, nutzten die Schüler*innen eines der Angebote aus dem vielfältigen Rahmenprogramm: Brettspiele und Knobelaufgaben lagen bereit.

Die Schüler*innen spielten nach den langen Konzentrationsphasen eifrig auf diversen Sportplätzen oder nutzten gemeinsam mit ihren Eltern das Angebot eines geführten Stadtrundgangs, z.B. auf den Spuren Georg Wilhelm Augusts, dem Namenspatron der Göttinger Universität.

So wurde die Zeit bis zur feierlichen Siegerehrung verkürzt und schließlich hatte das Warten auch ein Ende: Die Preise wurden bekanntgegeben und verteilt. Viggo freute sich über einen 3. Preis und Robin konnte wie im vergangenen Schuljahr einen 1. Preis erringen. Sichtlich erfreut nahmen die beiden ihre Preise entgegen.

Die Mathematik-Olympiade findet jährlich statt und gliedert sich in Schul-, Regional-, Landes- und Bundesrunde. An der Leibnizschule haben in diesem Schuljahr 72 Schüler*innen an der Schulrunde teilgenommen. Orientieren sich die Aufgaben gerade in den unteren Klassen vom benötigten Handwerkszeug noch am Unterrichtsstoff, so geht es ab der Mittelstufe sehr viel mathematischer zu. Zur Lösung der Aufgaben sind nicht nur Kreativität und Einfallsreichtum sondern auch lückenlose Beweise erforderlich.

Die Schulgemeinschaft gratuliert allen Teilnehmern der Mathematik-Olympiade ganz herzlich zu ihren hervorragenden Leistungen, insbesondere natürlich den Preisträgern der Landesrunde. Wir wünschen Euch auch weiterhin viel Freude beim mathematischen Knobeln.

Und viele haben es wahrscheinlich längst herausbekommen, aber zur Beruhigung aller: Aus den Aussagen (1) bis (7) lässt sich schließen, dass das riesige fliegende Ungeheuer ungefährlich für Kinder ist. Puh, da haben wir nochmal Glück gehabt und verzichten überwältigt von der Erleichterung auf einen Beweis.

Benjamin John

Fotos: mo-ni.de