„Ein Buch ist wie ein Garten“

Leibnizschule gewinnt „Hannoversches Lesezeichen“

„Ein Buch ist wie ein Garten“ – mit diesem arabischen Sprichwort begann die Rede unserer stellvertretenden Schulleiterin Susanne Bürig-Heinze anlässlich der feierlichen Übergabe des „Hannoverschen Lesezeichens“ am 21. November 2018 in der Aula der Leibnizschule. Dieser Preis wird seit neun Jahren jährlich vom Freundes- und Förderkreis der Stadt­biblio­thek Hannover an eine Schule und eine Stadt­teil­bibliothek verliehen, die sich gemeinsam besonders für die Lese­förderung engagiert haben. Das Preisgeld beträgt 700 Euro für die Schule und 300 Euro für die kooperierende Bibliothek.

Besonders gelungen sei die Kooperation in diesem Jahr zwischen der Leibnizschule und der Jugend- und Stadt­bibliothek List, deren Vielfalt in Sachen Lese­förderung die Jury überzeugte. Darauf wäre sicherlich auch unser Namens­patron Gottfried Wilhelm Leibniz stolz gewesen, der von 1676 bis zu seinem Tod 1716 selbst Hof­bibliothekar in Hannover war.

Bei der Peisverleihung zugegen waren die Lehrerinnen Annette Gudsuzian, die sich an dieser Schule mit Herzblut für die Lese­förderung engagiert, Daniela Bornemann als Leiterin der Schüler­bibliothek, Frau Seehausen und Frau Deppe, welche die Schul­bücherei aufgebaut haben und weiter­hin mit vollem Elan unterstützen, sowie viele weitere Gäste, unter anderem Bezirks­bürger­meisterin Irma Walkling-Stehmann, Verantwortliche der Stadt­bibliothek, des Friedrich-Bödecker-Kreises und des Freundes- und Förder­kreises der Stadt­biblio­thek. Zuschauen – und teilweise mitmachen – durften die Klassen des sechsten Jahrgangs, der jährlich den Vorlese­wett­bewerb austrägt, eine wichtige Säule der Lese­förderung. Auch eine siebte Klasse unter der Leitung von Frau Bornemann nahm teil.

Für diesen besonderen Tag hatte die Schule eine feierliche Veranstaltung auf die Beine gestellt. Schließlich sollten alle sehen, wie engagiert wir unseren „Garten“, also das Lesen pflegen. Neben Frau Bürig-Heinze und Frau Gudsuzian ergriffen auch Biblio­thekarin Andrea Fischer und Biblio­theks­direktorin Dr. Carola Schelle-Wolff von der Stadt­bibliothek Hannover das Wort. Einige Schüler­innen und Schüler berichteten in Kurz­interviews von dem, was sie an der Leibniz­schule zum Thema Lesen bereits erlebt haben. Rebecca, Joona und Linus (alle 6d) präsentierten Bücher und gaben Lesekost­proben. Musikalisch verschönert wurde die Veranstaltung durch Jula Kühl (Klavier) und Emily Rohrbach (Gesang) aus dem zwölften Jahrgang.

Maria Haldenwanger als Vorsitzende des Freundes­kreises gab in ihrer Rede bei der Preisüber­gabe zu bedenken, dass das Preisgeld zwar nicht allzu hoch sei, dass der Preis aber eine wichtige Anerkennung darstelle. Die Stadt­bibliothek List möchte sich für die 300 Euro eine große Weltkarte anschaffen, die die kulturelle Vielfalt ihres „Lese-Gartens“ illustriert. Un­sere Schule wird die 700 Euro zur weiteren Vergrößerung der Bücher­auswahl in der Schüler­bibliothek nutzen, damit das Lesen an der Leibniz­schule auch in Zukunft gefördert wird.

An dieser Stelle danke ich, im Namen der Schüler­schaft, nochmals allen an der Lese­förderung Beteiligten für ihr Engagement, für das wir mit diesem Preis prämiert worden sind. Ein großer Dank gilt auch allen Schülerinnen und Schülern, die an der  Preis­ver­leihung mitgewirkt haben. Ihr habt diesen Tag zu einem besonderen gemacht. Vor einem Aula­publikum vor­zulesen, dazu bedarf es wirklich Mut! Den habt ihr bewiesen und gezeigt, dass Lesen – neben vielen anderen päda­gogischen Zielen – unterhalten und einfach Spaß machen kann.

Felix Moskalev, 8d

Fotos: Fuhlrott/Freunde der Stadtbibliothek