Paul Marquordt für Landes­wett­be­werb „Jugend debattiert“ qualifiziert

Erfolgreicher Regionalwettbewerb am 25. Januar 2017 in der Aula der Leibnizschule

Am 25. Januar 2017 war es nun endlich soweit: der Regional­wett­be­werb „Jugend debattiert“ fand in unserer Aula statt. In einem spannenden Debatten­wett­kampf konnten sich unsere Schul­sieger mit den Schüler­innen der Helene-Lange- und der Elsa-Brändström-Schule messen.

In der Alters­gruppe I ging es dabei um die Frage nach einer Er­höhung der Gebühren für die Ver­schmutzung des öffent­lichen Raumes, für die die Pro-Seite, bestehend aus Ronja Steiner (Elsa-Brändström-Schule) und Leander Schmidt (Leibnizschule) eine Reihe guter und trag­fähiger Argumente auf­führen konnte, wie zum Beispiel den Ver­weis auf sogenannte „Waste Watcher“, die es in anderen Städten schon gibt und die dort direkt Gebühren von den Müll­sündern kassieren dürfen.

Die Contra-Seite, vertreten durch Chiara Bandmann von der Helene-Lange-Schule und Paul Marquordt (9b) von der Leibniz­schule, hielt dagegen. Die Debattanten er­kannten zwar auch die Problematik der zu­nehmenden Ver­schmutzung des öffent­lichen Raumes an, sahen aber in der Er­höhung der Gebühren keine Lösung, solange die Menschen nicht auch zu einem Um­denken und zu einer Ein­sicht in die durch weg­ge­worfenen Müll erzeugten Probleme gebracht werden können.

Die Teil­nehmer dieser qualitativ wirklich hoch­wertigen Debatte glänzten durch ihre über­zeugende Sach­kenntnis und ihre intensive Aus­ein­ander­setzung mit der Streit­frage hin zu einer wirk­lichen Klärung der damit ver­bundenen Probleme. Als klarer Sieger ging Paul Marquordt aus der Debatte hervor. Paul darf Anfang Februar am Regional­sieger-Seminar teil­nehmen. Am 7. März tritt er im Wett­be­werb auf Landes­ebene an, der bei uns in Hannover im Land­tag aus­ge­tragen wird. Die Leibniz­schule gratuliert Paul herz­lich zu seiner reifen Debatten-Leistung! Wir drücken die Daumen für den Landes­wett­be­werb. Ronja belegte den zweiten Platz und Chiara und Leander die Ränge drei und vier. Ein schöner Erfolg für alle vier!

Die Debatte der Alters­gruppe II war eine reine Mädchen­de­batte mit vier beein­druckend starken Rednerinnen, die eine schon deutlich komplexere Frage zu klären hatten: Sollen in Stadt- und Gemeinde­räten Jugend­quoten eingeführt werden? Pro 1 Charlotte Kleemann von der Helene-Lange-Schule, unterstützt von Leibnizerin Lea Nottbohm (Jahr­gang 11), gab hier mit einer präzise gesetzten Maß­nahme sehr schnell die Richtung der Debatte vor, indem sie die Etablierung eines Jugend­rates vor­schlug, aus dem dann Ver­treter in die kommunalen Gremien ent­sendet werden sollten.

Die Contra-Seite mit Inka Peschel von der Leibniz­schule (10a) und Stefanie Juch von der Helene hielt argumentativ mit der Infragestellung von Quoten und Zweifeln an der politischen Kompetenz der Jugend­lichen dagegen. Das Thema hatte jedoch seine Tücken und erlaubte keine ganz so runde Debatte wie das der Altersgruppe I.

Die faire und fachlich versierte Jury, bestehend aus Lehrern der drei Wett­bewerbs­schulen (Axel Ehlers, Lars Klene, Lena Zapf) und zwei Schüler­juroren von der Leibniz­schule (Wiebke Riessler aus Jahr­gang 12 und Karim Alaa El-Din aus Jahr­gang 11), vergab nach ihrer Beratung den ersten Platz an Charlotte Kleemann, Platz zwei ging an Stefanie; Inka und Lea erreichten den dritten und vierten Platz. Charlotte darf ebenfalls im Landes­wett­be­werb an­treten – und wir drücken ihr natürlich dafür die Daumen!

Auch in den Beratungs­pausen der Jury wurde es dem Publikum nicht lang­weilig, denn ein viel­seitiges Musik­pro­gramm sorgte für Unter­haltung. So spielte Nina Fierek (7d) ein sehr schönes Stück von Johann Sebastian Bach, Selma Frank und Samira Berardino aus der 9a sangen ein stimmungs­volles Popduett und auch die Rock­band der Leibniz­schule legte einen tollen Auftritt hin.

Nicht zu ver­gessen die Gruß- und Schluss­worte von Schul­leiter Kurt Veith, die uns allen den hohen Wert der Debatten­kultur für eine demokratische Gesell­schaft ins Gedächt­nis ge­rufen haben. Denn gerade in der aktuellen politischen Situation sollte nicht ver­gessen werden, dass es im Grunde nicht darum geht, wer am Ende gewinnt, sondern darum, gemeinsam im fairen und kenntnis­reichen Gespräch Sach­ver­halte zu be­leuchten und nach an­ge­messenen, weiter­führenden Lösungen zu suchen. Die Debatte hat eben gerade nicht zum Ziel, eine Lösung als die einzig richtige zu präsentieren oder einen Weg als den einzig möglichen durch­zusetzen.

Aber jetzt heißt es erst einmal warten, bis es März wird und Paul in der nächsten Wettbewerbsrunde weiter debattieren darf. Das dürfte spannend werden.

Lena Ebel