Regionalfinale „Jugend debattiert“ am 25. Januar – Daumen drücken für Anna-Tabea und Karim

Die Leibnizer Anna-Tabea Kraeft (9c) und Karim Alaa El-Din (10c) treten am Montag, den 25. Januar 2016 im Regional­entscheid des bundes­weiten Rhetorik-Wett­bewerbes „Jugend debattiert“ an. In der Aula der Leibniz­schule stehen dann folgende Fragen zur Debatte: „Sollen Eltern gesetzlich dazu verpflichtet werden, die Computer­nutzungs­zeiten ihrer Kinder zu be­schränken?“ (Stufe I) und „Soll unsere Stadt die nächtliche Be­leuchtung von Straßen, Plätzen und öffent­lichen Gebäuden be­schränken?“ (Stufe II).

Für die Teil­nahme haben sie sich die beiden zuvor im Schul­entscheid qualifi­ziert. Die Jahr­gänge 8 und 9 (Alters­stufe I) mussten am 7. Januar 2016 mit den Fragen ringen, ob das Tragen von Jogging­hosen in der Schule ver­boten werden sollte und ob eine allge­meine Helm­pflicht für Rad­fahrer ein­ge­führt werden soll.

Für viele Debattanten war es zunächst eine Über­raschung, als diese Debatten­fragen an der Lehrer­zimmertür bekannt gegeben wurden, da zuvor in der Klasse mehr über politische Maß­nahmen, wie z. B. die Beteili­gung Deutsch­lands bei dem Militär­einsatz gegen den Islamischen Staat diskutiert worden war. Bei näherer Beschäfti­gung mit den Fragen be­merkten alle jedoch rasch, dass es zur „Jogging­hose“ viel­seitige Argu­mente gibt: Ist das Aus­sehen auch ein State­ment? Signali­siert die Jogging­hose eine (zu) lockere Haltung gegen­über dem Lern­ort Schule oder gar Des­interesse? Oder hat der Kleidungs­stil nichts mit Leistungs­bereit­schaft und Engage­ment der Schüler­innen und Schüler zu tun? Besitzen wir die Freiheit und das Recht, in der Schule zu tragen, was wir wollen? Auf­fallend war, dass keiner der Debattanten an diesem Tag eine Jogging­hose trug.

Am 8. Januar fand der Schul­entscheid der Stufe II statt (Klassen 10 und 11). Debattiert wurden die Fragen „Sollen Kaffee­becher zum Mit­nehmen mit Pfand belegt werden?“ und „Sollen Aus­wahl­verfahren für Aus­bildungs­plätze bis zur Ein­ladung zu einem Vor­stellungs­gespräch anonymisiert durch­geführt werden?“

Die stellvertretende Schulleiterin Monika Rosner mit den Siegern der Altersklasse II

Die sowohl aus Schülerinnen und Schülern als auch aus Lehrerinnen und Lehrern zu­sammen­gesetzte Jury be­wertete Sach­kenntnis, Aus­drucks­ver­mögen, Ge­sprächs­fähigkeit und Über­zeugungs­kraft der Redner. Frau Jabben und Frau Lachmann als Orga­nisatorinnen des dies­jährigen Schul­wett­be­werbs konnten folgendes Ergebnis bekannt­geben: In der Stufe I belegte Anna-Tabea Kraeft (9c) Platz 1, Platz 2 ging an Arne Kleinert (8a), gefolgt von Inka Peschel (9a) und Lia Geßner (9d), die sich Platz 3 teilten. In der Alters­stufe II gewann Karim Alaa El-Din (10c) vor Alexandra Davitkovski (Jg. 11) und Timo Volpert (Jg. 11) auf den Plätzen 2 und 3. Die Zweitzplatzierten fungieren beim Regionalentscheid bei Bedarf als Vertreter. Herz­lichen Glück­wunsch den erfolg­reichen Debattanten!

Noch wichtiger als die Platzierung sind jedoch der Spaß am Debattieren und die Kooperation. Inka (9a) sagt dazu: „Ich finde es immer spannend, welche Argu­mente die Debattanten einbringen, und deshalb mag ich die freie Aus­sprache am liebsten.“ Dagegen findet Anna-Tabea es „am schönsten, dass man gemein­sam mit anderen Leuten etwas erreicht und zusammen Spaß hat.“

Für den Regional­entscheid am kommenden Montag drücken wir unseren Schul­siegern Anna-Tabea und Karim die Daumen! Mit etwas Glück sind sie dann beim Landes­ent­scheid dabei.

Felizia Lorenzen, 9c

Leibnizer debattieren um Teilnahme am Landesentscheid