Klasse 10 C gestaltet Gedenken an die Kriegstoten der Leibnizschule

„Krieg. Was ist das? Was bedeutet er für mich? Was bedeutet er für Sie? Was bedeutet er für uns?“, so fragten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10 C am Freitag, den 14. November 2014 vor dem Gedenkstein im Eichenhain. Anlässlich des Volkstrauertages am 16. November gestaltete die Klasse unter Leitung von Geschichtslehrerin Kathrin Schulz gemeinsam mit dem Verband Ehemaliger Leibnizer (VEL) das traditionelle Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt, insbesondere an die Kriegstoten der Leibnizschule.

Im Geschichtsunterrichtthematisch gerade zwischen den beiden Weltkriegen – bot sich die Gelegenheit, die Begriffe Trauer und Erinnerung mit Inhalt zu füllen und darüber nachzudenken, weshalb die Erinnerung notwendig ist. Das Ausmaß von Krieg und Gewalt stand den Schülern mit den Opferzahlen der beiden Weltkriege drastisch vor Augen: Allein die Toten des Zweiten Weltkrieges würden in dicht hintereinander stehenden Reihen von jeweils 50 Menschen eine Fläche von Dänemark bis zum Bodensee einnehmen. Die lange Friedenszeit in Europa nach 1945 sei keine Selbstverständlichkeit, sagte Schulleiter Kurt Veith in seiner Begrüßung. Kristina Wehling, die Vorsitzende des VEL, erinnerte in ihrer Ansprache daran, dass das Ehrenmal im Eichenhain den gestorbenen Schülern und Lehrern der Leibnizschule gewidmet sei. „Die heutigen Leibnizschüler begegnen Menschen aus anderen Ländern als Freunde“, sagte Wehling. Für frühere Generationen sei das jedoch oft nicht so einfach gewesen. Der Krieg habe das Leben durchdrungen, wie auch der Alt-Leibnizer Harro Asmus Petersen bestätigte, der aus seiner Schulzeit in den 1930er und 40er Jahren berichtete. Unter anderem hatte er den Absturz eines amerikanischen Flugzeugbombers vor der damaligen Leibnizschule miterlebt.

Die Schüler­innen und Schüler be­gannen ihren in drei Doppel­stunden mit großem Engage­ment erarbeiteten Bei­trag mit den „Buch­staben des Krieges“ des Dichters Friedrich von Logau. Eine bewe­gende Rede, unter­brochen von vor­ge­tra­genen Zitaten und Sinn­sprüchen zum Thema Krieg, Gewalt und Tod, bildete den Mittel­punkt der Zere­monie. Die li­te­ra­rischen Zitate wurden in einer schwarzen Kiste vor dem Gedenk­stein gesammelt. Ab­schließend regte ein weiteres Gedicht Hubert Janssens zum Nach­denken an. „Im Namen der Trauer und des Ge­denkens, aber auch der Hoffnung“, so die Schüler, legte die Klasse einen Blumen­strauß am Gedenk­stein nieder. Kristina Wehling und Holger Steinwede als zweiter Vor­sitzender des VEL vollzogen die Kranz­nieder­legung für den Ehe­maligen­verband. Für die gelungene Ge­staltung des Ge­denkens gilt der 10 C ein herzlicher Dank!

Kathrin Schulz, Axel Ehlers

Kranzniederlegung des VEL im Eichenhain