Mr. Green für Nachhaltigkeit

 

Interessierte Schüler der Erdkundekurse des 11. Jahrgangs und verschiendene Lehrerkräfte, hatten die Möglichkeit, einen Ureinwohner Kolumbiens (Abadio Green) und Thomas Brose, Verantwortlicher für die Kooperation mit indigenen Völkern beim Klima-Bündnis/Agenda21, zu interviewen. Thomas Brose dolmetschte für uns, da der Sprach- und Interkulturforscher Abadio Green nur Spanisch spricht.

Die Anwesenheit von Abadio Green, kam uns sehr gelegen, da wir derzeitig das Thema Lateinamerika bezüglich des tropischen Regenwaldes im Erdkundeunterricht behandelten.

Zu Anfang stellten sich die Gäste vor und Abadio Green, der seinen ursprünglichen Namen auf den jetzigen geändert hatte, berichtete über das Leben im kolumbianischen Regenwald und über seine Kindheit. Obwohl wir im Erdkundekurs von Herrn Lange bisher eher den Fokus auf die Landwirtschaft und die Erschließung des tropischen Regenwaldes gelegt hatten, zeigten die Schüler ebenfalls ihr Interesse an der Kultur und den Traditionen Abadio Greens, der zum Volk der Tule gehört. Er spricht ausschließlich seine Muttersprache, die Sprache der Tule und Spanisch, welches die Landessprache Kolumbiens ist.

Als Sprach- und Interkulturforscher hat er mit seinem Volk ein Bildungsmodell entwickelt, das Indigene befähigt, sowohl in der modernen als auch in der traditionellen Welt zu leben und zu handeln. Wir haben erfahren, dass auch sein Stamm von der räumlichen Erschließung betroffen ist und ihr Lebensraum im Regenwald dadurch auch gefährdet wird.

Die Unterschiede zwischen dem Leben in einer kolumbianischen Stadt und dem im Regenwald sind enorm. Das Stadtleben basiert hauptsächlich auf Geld, wobei sich das Leben im Amazonas auf gesellschaftlichen Zusammenhalt und Wertschätzung der Natur stützt.

Wichtig für die Führungsperson einer Bevölkerung, sowie in der Stadt als auch im Regenwald, ist die Fähigkeit die Interessen des Volkes u.a. pflichtbewusst und gleichzeitig humorvoll zu vertreten, laut Abadio Green.

Auf verständliche und vor allem herzliche Art und Weise hat Abadio Green uns allen begreiflich gemacht, dass es bei der Bewahrung des Regenwaldes um unser aller Zukunft geht und wir an unserem Bewusstsein bezüglich der Natur etwas ändern müssen.

Abschließend wurde uns ein traditionelles Lied beigebracht, ein Kulturmerkmal der indigenen Völker, da dort viele Rituale mit Gesang und Tanz unterstützt werden. Mr. Green nahm uns an den Händen und er tanzte mit uns, wie er es mit seinem Stamm tun würde.

Er hat uns mit diesem Lied nochmals dazu angeleitet die Natur zu ehren und zu schützen um weiterhin auf unserer Erde leben zu können.

Wir Moderatoren des Interviews verabschiedeten uns am Ende persönlich von Thomas Brose und Abadio Green. Er umarmte uns beide offenherzig und sprach auch seinen Dank an uns aus. Insbesondere bekamen wir von dem Ureinwohner Kolumbiens ein Gefühl von Geborgenheit und Vertrauen vermittelt, obwohl er uns fremd war. Abadio Green hatte mit seiner unglaublich liebevollen und familiären Art einen Platz in unserem Herzen gewonnen.

(von links nach rechts)

Klimabündnis Mitglied, Thusha Ravechandran (Moderatorin), Abadio Green, Shirin Nahidi (Moderatorin) und Thomas Brose

 

Hiermit bedanken wir uns nochmals herzlich bei Abadio Green, Thomas Brose und allen die uns dieses Treffen ermöglicht haben.


 

Weitere Informationen finden Sie auf der offiziellen Seite von Abadio Green (www.grupo-sal.de/html/abadioprofil.htm). Das Video vom Interview ist demnächst auf der Homepage der Leibnizschule vorhanden.


 

Thusha Ravechandran und Shirin Nahidi