Leibnizschule setzt auf Abenteuer- und Erlebnissport

Das neue Schuljahr hat gerade erst vor drei Wochen begonnen – und doch ist an der Leibnizschule schon so einiges passiert. Haben Sie mitbekommen, dass wir jetzt zwei FSJler beschäftigen, die uns im Bereich Sport tatkräftig unterstützen? Wussten Sie schon, dass wir seit einer Woche die Bewegte Pause anbieten? Und ist Ihnen bekannt, dass wir am zweiten Schulwochenende einen Windsurfkurs am Steinhuder Meer durchgeführt haben?

Wir haben in den vergangenen Jahren oft darauf hingewiesen, dass wir eine vielfältige und moderne Schule sind. Dies ließ sich besonders gut an unseren Unterrichtsangeboten sowie den Schulfesten und Theateraufführungen erkennen – selbstverständlich eröffnet auch unser neues Schulgebäude mit der Mensa, der Cafeteria und dem Freizeitraum zahlreiche Möglichkeiten, sich an der Leibnizschule wohlzufühlen.

Nun kommt eine weitere Neuerung hinzu – und zwar der Bereich Abenteuer- und Erlebnispädagogik. Uns ist bewusst, dass Schülerinnen und Schülern oftmals viel dafür tun müssen, um im Unterricht die erhofften Leistungen zu erbringen. Zudem verbringen sie täglich viel Zeit in der Schule und vor allem in den Unterrichtsräumen. Es ist kein Geheimnis, dass die Luft in den Räumen trotz des regelmäßigen Lüftens auch mal schlecht werden kann und dass man selbst in den Pausen nicht immer die Gelegenheit findet, an die frische Luft zu gehen und sich ausgiebig zu bewegen. 

Gerade diese Zeit der Entspannung wäre jedoch wichtig. Denn nur dann können Schülerinnen und Schüler an langen Unterrichtstagen bis zum Schluss gedankliche (Höchst-)Leistungen erbringen. Im Wissen um diese Problematik wollen wir nicht länger zuschauen und den Jugendlichen die Daumen drücken, dass sie schon irgendwie über den Schultag kommen. Stattdessen haben wir uns in enger Absprache zwischen der Schulleitung und dem Arbeitskreis Soziales Lernen für Neuerungen an unserer Schule entschieden.

Die ersten Maßnahmen haben wir in den vergangenen drei Wochen bereits auf den Weg gebracht. So haben zwei FSJler ihren Dienst bei uns angetreten – und dies sind mit Tim Ebeling und Dennis Hartung zwei junge Männer, die im vergangenen Sommer ihr Abitur an der Leibnizschule abgelegt haben und die Örtlichkeiten bestens kennen. Sie werden künftig Sport-AGs leiten, Ansprechpartner im Freizeitraum sein und dafür sorgen, dass Schülerinnen und Schüler während der Bewegten Pause ihren Körper und Geist wieder auf Vordermann bringen können.

In unserer Dreifeldhalle können sich die Schülerinnen und Schüler seit der vergangenen Woche in der zweiten großen Pause Waveboards ausleihen und in der dritten großen Pause Inlineskates nutzen. Schutzausrüstungen für die Knie, Ellenbogen und Handgelenke stellen die beiden FSJler, die die Aufsicht in der Sporthalle übernehmen, selbstverständlich zu Verfügung.

Neben vielen Pausen-Angeboten auf dem Schulhof haben wir jetzt also auch ein Sport-Programm für die großen Pausen, das selbst bei  schlechtem Wetter Bestand hat. Wir sind uns sicher, dass dies von großem Nutzen sein wird – im Zentrum unserer Überlegungen steht dabei die körperliche und geistige Frische unserer Schülerinnen und Schüler. 

Wir sind allerdings der Meinung, dass die zusätzlichen Bewegungsangebote nicht nur für jeden Einzelnen Gewinn bringend sind, sondern sich auch äußerst förderlich auf die allgemeine Unterrichtsatmosphäre auswirken können. Sind die Schülerinnen und Schüler in der Mehrheit körperlich ausgelastet, so werden sie dem Unterricht in der Regel besser folgen können. Sie lenken sich und ihre Mitschüler nicht so schnell vom Unterrichtsgeschehen ab und dies wiederum führt dazu, dass der Unterricht nicht allzu oft gestört wird.

Darüber hinaus wollen wir zukünftig mit weiteren sportlichen Angeboten dafür sorgen, dass das Schulleben bereichert wird und sich zudem atmosphärische Störungen im Klassen- bzw. Kursverband beseitigen lassen. In Jahrgang sieben werden wir ab dem jetzigen Schuljahr im Sportunterricht eine Unterrichtseinheit mit dem Schwerpunkt Abenteuer- und Erlebnispädagogik durchführen. Zudem werden wir ein Konzept für Schuljahresabschlussfahrten ausarbeiten. Dies soll dazu führen, dass beim Klettern im Hochseilgarten oder in der Boulderhalle, beim Wasserskifahren oder beim Paddeln zu gleichen Anteilen die Freude an der Bewegung als auch der Erwerb sozialer Kompetenzen im Mittelpunkt steht.

In der Oberstufe lässt sich dies optimal bei Lehrgängen außerhalb der Schule umsetzen – beispielsweise beim Skikompaktkurs in Südtirol oder beim Windsurfkurs am Steinhuder Meer. Gerade in diesen besonderen (Unterrichts-)Situationen lernen es die Schülerinnen und Schüler, Verantwortung für die Gruppe zu übernehmen – und wenn darüber hinaus noch im Rahmen eines Oberstufensportkurses der Windsurfschein erworben werden kann, wie gerade erst jetzt am zweiten Schulwochenende, dann trägt auch dies sicher zu einem attraktivem Schulleben bei!