Leibnizschüler begleiten Delegation der Stadt nach Theresienstadt

Vom 10. bis 11. September begleiten fünf Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 11 und 12 sowie drei Ehemalige (Abitur 2011) eine  Delegation der Stadt Hannover nach Theresienstadt/Terezin in der tschechischen Republik. Dort wird am 11. September eine Gedenktafel enthüllt, mit der an die jüdischen Bürger Hannovers erinnert werden soll, die zur Zeit des „Dritten Reiches“ in das Getto Theresienstadt verschleppt worden waren. Viele der Deportierten kamen in Theresienstadt oder in anderen Konzentrationslagern ums Leben.

Die Anregung zu einer solchen Gedenktafel kam von Schülern unserer Schule (Abitur 2011, Klasse 12/13B1), die am Volkstrauertag 2010 in Zusammenarbeit mit dem Volksbund deutsche Kriegsgräberfürsorge die zentrale Gedenkfeier des Landes Niedersachsen in der Oper mitgestaltet haben. In ihrem Vortrag wiesen die Schüler darauf hin, dass bereits viele deutsche Städte ihrer Bürger auf diese Weise gedächten. Es sei gut, so die Schüler, wenn auch für die Deportierten aus Hannover eine solche Tafel in Theresienstadt angebracht würde. „Es ist unserer Meinung nach unsere Pflicht, ihnen mit der Erinnerung an sie wenigstens ein Stück ihrer geraubten Würde zurückzugeben“, hieß es in der Ansprache. Die Stadt Hannover hat diesen Gedanken aufgegriffen. Gemeinsam mit Vertretern aller Ratsfraktionen und der Stadtverwaltung werden die Schülerinnen und Schüler am 11. September die Gedenktafel enthüllen.

Axel Ehlers