Rückblick: "Sicher im Netz"

Am 15. März 2011 fand in der Aula der Leibnizschule eine interessante und lehrreiche Veranstaltung mit dem Titel „Sicher im Netz“ statt, die von Schulleiter Kurt Veith eröffnet wurde.

Ziel dieser Veranstaltung war es, den Eltern der Kinder der Jahrgänge 5-8 die Risiken für die Kinder bei der Verwendung von Internet, Handy & Co. darzulegen. Aufgrund der Vielzahl von Informationen wurde der Abend aber für die meisten Teilnehmer darüber hinaus auch zu einer allgemeinen Informationsveranstaltung über die Möglichkeiten der Internetnutzung.

Dabei gelang es den beiden Referenten Jo Bager (Redakteur der Zeitschrift c’t) und Thomas Langwald (Polizeidirektion Hannover, Präventionsteam) neben den sachlichen technischen Informationen auch die spannenden Einsatzrealitäten bei der Nutzung der Medien durch die Jugendlichen auf dem Schulhof und zu Hause darzustellen.

Am Ende der Veranstaltung fasste Tobias Remberg (IT-Beauftragter der Leibnizschule) die wesentlichen Verhaltensanregungen für die Eltern zusammen.
Kernpunkte des Abends:

  1. Die Kinder der genannten Altersstufen sollten sich nicht mehr als 1-1,5 Stunden pro Tag am Rechner beschäftigen. Sie sollten diese Zeit nicht völlig unbeobachtet am Rechner verbringen, weshalb dieser besser im Wohnzimmer als im Kinderzimmer zu platzieren ist.
  2. Soziale Netzwerke sind so öffentlich wie das Leben auf der Straße, weshalb die gleichen Verhaltensregeln anzuwenden sind. Sagt/Schreibt nur das, was ihr auch in der Öffentlichkeit sagen würdet und veröffentlicht von euch nur das, was auch jeder wissen kann.
  3. Kinder benötigen unbedingt Vertrauensverhältnisse zu Erwachsenen, auf die sie im Zweifelsfall zugehen können, wenn sie z.B. durch Besuche auf nicht jugendgerechten Internetseiten diese Eindrücke zu bewältigen haben. Dies können Eltern, Klassenlehrer, Verwandte, Vertrauenslehrer oder die Polizei sein; Hauptsache ist, dass die Kinder es schaffen, mit jemandem darüber zu reden.

Auf Nachfrage bei den anwesenden Eltern ist deren Beteiligung an sozialen Netzwerken derzeit gering. Im Rahmen der Veranstaltung wurde deutlich, dass sie sich im Hinblick auf die Begleitung ihrer Kinder auch selbst stärker mit diesen Medien auseinandersetzen sollten. Für die Kinder ist es hilfreich, wenn sie bei den Grundlagen, wie den persönlichen Profileinstellungen von sozialen Netzwerken, dem Virenschutz und dem Umgang mit ihren personenbezogenen Daten Unterstützung von den Eltern erfahren. Darüber hinaus sollte den Kindern vermittelt werden, dass viele Inhalte im Internet nicht für Kinder gedacht sind und das bei Computerspielen ein hohes Suchtrisiko besteht.

Zur Erinnerung und zum Nachschlagen wichtiger Links wird die Datei freundlicherweise von den Referenten zur Verfügung gestellt (Präsentation). Den Referenten sei an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich gedankt.

Wir Eltern können nur hoffen, dass Lehrer und Elternvertreter auch weiterhin die Zeit finden, solche interessanten Veranstaltungen zu organisieren.

H. Guß (Schülervater 6. Jahrgang)