25. September 2010: Bothfelder Herbstmarkt 2010

Wieder einmal ein neuer Ort für unseren Stand – direkt neben der „Giftbude“ - vielleicht nicht optimal für unsere „trockenen“ Angebote. Aber das Miteinander erwies sich dann doch als weitgehend unproblematisch. Sieht man einmal davon ab, dass gegen Schluss unsere „Bierzeltgarnituren“ auch als solche missbraucht wurden.

Aber trocken – im Sinne von langweilig – waren unsere Aktivitäten auch in diesem Jahr wieder auf gar keinen Fall. Mittlerweile haben sich unsere Fauchschaben ja einen festen Platz bei jedem unserer öffentlichen Auftritte erkämpft. Es ist erstaunlich, welches Interesse diese Insekten – die man in kleinerer Form ja nun wirklich nicht unbedingt im Haus haben möchte – bei vielen jungen Besuchern und Besucherinnen hervorrufen. Besonders überraschend ist die Tatsache, dass keineswegs das „Iiiih“ oder „ekelig“ überwiegt, vielmehr ist die Bereitschaft groß, diese Tierchen zu berühren, sie zu streicheln oder gar über die Hand laufen zu lassen. Natürlich lag das auch daran, dass unsere Schülerinnen und Schüler sie ganz unbefangen und geradezu liebevoll präsentierten. Den Schaben sei die Sonntagsruhe ganz besonders gegönnt. Ich denke, sie haben sich eine Sonderration Futter redlich verdient.

Bereit lag auch wieder die Solarausstattung vom letzten Jahr. Ein Blick auf den Himmel machte aber deutlich, dass wir in diesem Jahr höchstens die Schattenseiten der Solarenergie würden präsentieren können. Daher wurde auf diesen Einsatz verzichtet. Aber dafür gab es einen anderen Hit. Unsere Energie-AG konnte vom Schul-Lab einen Ergometer ausleihen, der dem energischen Treter verdeutlichte, welche Mühe es kostet, eine Energiesparlampe (einfach) zum Leuchten zu bringen, einer normalen Glühlampe Licht zu entlocken (schon schwieriger), ein Radio in Betrieb zu setzen (ungefähr gleich schwierig) oder gar einen Wasserkocher dazu zu bringen, eben Wasser zu kochen. Das war richtig anstrengend. Alle Geräte gleichzeitig zu betreiben, stellte sich als äußerst schweißtreibend heraus. Es muss aber erwähnt werden, dass es drei Schülern bei wechselndem Einsatz gelang, das Wasser zum Kochen zu bringen. Sie waren danach aber regelrecht bettreif.

Diese Demonstration fand viele Interessenten – besonders beeindruckend war der Versuch eines kleinen Jungen, der sich immer wieder anstellte, um die Lampen zum Leuchten zu bringen. Dabei war er so klein, dass er gar nicht auf dem Sattel sitzen konnte. Er machte das im Stehen – und war besonders glücklich über seinen Erfolg.

Außerdem wurde noch das Löten von LED-Leuchten angeboten. Auch hier verließen einige erfolgreiche Löter – auch Mädchen! – unseren Stand.

Grundsätzlich ist es sicher so, dass wir von den auf dem Herbstmarkt vertretenen Schulen das abwechslungsreichste Angebot zu bieten hatten. Aber das kennen wir ja nicht anders. Interessant war, dass einige unserer Kollegen – die erstmals den Herbstmarkt in Bothfeld besuchten – überrascht davon waren, was bei dieser Veranstaltung geboten wurde. Und bestimmt verstärkt das die Bereitschaft, auch im nächsten Jahr dort präsent zu sein.

Natürlich muss unbedingt erwähnt werden, dass unsere Schülerinnen und Schüler hervorragende Leistungen bei der Standbetreuung abgeliefert haben. Denn sie waren es, die auf die Gleichaltrigen oder Jüngeren zugingen, um sie zum Mittun aufzufordern. Und das taten sie sehr erfolgreich!! Und dafür gebührt ihnen Dank!

Dank auch an die Eltern, die sich für Gespräche mit Besuchern bereithielten, um sie an unsere Aktivitäten und auch an die Leibnizschule an sich heranzuführen.

Aktiv war auch der Abijahrgang, der hoffte, seinen finanziellen Spielraum zu erweitern. Leider war das Wetter dem Verkauf von „soft drinks“ nicht ganz so förderlich. Da war der Umsatz der „Giftbude“ doch deutlich höher.

Bleibt noch ein ganz spezieller Dank: Lieber Sven Wiedmann, ohne Ihr Engagement wäre unsere Bilanz bei dieser Veranstaltung ganz sicher schlechter ausgefallen. Sie haben wichtige Gerätschaften besorgt; Sie haben nach einer nächtlich in der Schule begleiteten W-LAN-Party am Aufbau des Standes teilgenommen und diesen die letzten Stunden wieder begleitet. Das ist sicher mehr als normale „Pflichterfüllung“. Im Namen der Leibnizschule möchte ich mich ganz herzlich bei Ihnen bedanken!!

Ansonsten gilt der Dank natürlich allen beteiligten Kolleginnen und Kollegen, die zum Teil ein beachtliches Stück Wochenende in den Dienst ihrer Schule gestellt haben.

Und natürlich danke ich auch unseren Schülerinnen und Schülern, die – wie natürlich immer – „Spitze“ waren.

Klaus-H. Bodmann

 

Hier finden Sie Photos