Diesel ja? Gesichtserkennung nein?

Karim Alaa El-Din für Landesfinale von „Jugend debattiert“ qualifiziert


Soll Videoüberwachung auf Bahnhöfen mit automatisierter Gesichtserkennung ausgestattet werden? Zu dieser aktuellen Streitfrage debattierten am Montag, den 5. Februar 2018 in der gut gefüllten Aula der Leibnizschule Schülerinnen und Schüler von vier hannoverschen Schulen im Rahmen des Wettbewerbs „Jugend debattiert“.

Im Finale des Regionalverbunds Hannover traten in der Altersstufe I für die Pro-Seite Mika Nestler (Jahrgang 9) von der Elsa-Brändström-Schule und Chiara Bandmann (Jahrgang 10) von der Helene-Lange-Schule an. Die Contra-Seite vertraten in dieser Debatte Alexander Friedrich aus der 10a der Leibnizschule und Tom Giese aus dem neunten Jahrgang der Bismarckschule.

In der Altersstufe II ging es um das nicht weniger kontroverse Thema, ob in stark belasteten Großstädten Diesel-Fahrverbote erlassen werden sollen.  Karim Alaa El-Din aus dem 12. Jahrgang der Leibnizschule vertrat die Position Pro 1 und wurde dabei tatkräftig von Valentin Dreher (Pro 2) von der Bismarckschule unterstützt. Die Gegenposition nahmen hier Sophie Sendrowski (ebenfalls von der Bismarckschule) und Nils Hoffmann von der Helene-Lange-Schule ein.

Während die Rockband mit ihrer wirklich beeindruckenden Sängerin Elisha in den Pausen mit Songs für Stimmung sorgte, musste das Juryteam aus Lehrern der Verbundschulen und der Schülerjurorin Anna-Tabea Kraeft das schwierige Urteil fällen, wer welchen Platz erhalten sollte. Dabei waren die Kriterien Sachkenntnis, Ausdrucksfähigkeit, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft gleichermaßen zu bedenken.

Die beiden ersten Plätze gingen in diesem Jahr an Chiara Bandmann und Karim Alaa El-Din, die dann im März in der Landesqualifikation im Forum des Landtags in Hannover für unseren Verbund antreten werden. Die Bismarckschule, die in diesem Jahr das erste Mal im Wettbewerb angetreten ist, nimmt für Sophie einen zweiten und für Tom und Valentin jeweils den dritten Platz mit. Mika von der Elsa-Brändström-Schule durfte sich ebenfalls über einen zweiten Platz freuen.


Natürlich ist der erste Platz im Regionalverbund etwas Besonderes. Wichtiger als Erster zu werden ist aber, sich im Debattieren zu üben und Freude an der fairen Kontroverse zu behalten. Das bestätigt auch Karim, der schon oft recht erfolgreich im Schulwettbewerb angetreten war, bevor es nun erstmals ins Landesfinale geht. Dranbleiben lohnt sich also, und alle, die es ins Regionalfinale geschafft haben, können stolz auf ihre Leistung sein.

Allen Debattanten sowie allen Mitwirkenden, der Technik-AG, der Band, den Lehrkräften und auch den interessierten Schülerinnen und Schülern im Publikum, sei herzlich für ihr Engagement gedankt, mit dem sie zum Gelingen dieses Regionalfinales beigetragen haben. Für den Landes­entscheid drücken wir Chiara und Karim die Daumen!

Lena Ebel

Fotos: Knut N. Krafft