Fußball für alle

Blindenfußball an der Leibnizschule


Am Donnerstag, den 14. Dezember 2017 besuchte Maurizio Valgolio, der Projektkoordinator Fußball beim Behinderten-Sportverband Nieder­sachsen (BSN), an der Leibnizschule einen Sportkurs im zwölften Jahrgang mit Schülerinnen und Schülern, die Sport als fünftes Prüfungsfach im Abitur gewählt haben. Da er beim BSN für Fußball zuständig ist, wollte er den Schülerinnen und Schülern die Sportart Blindenfußball näherbringen.

Bei dem BSN-Projekt „Behindertensport erleben“ geht es darum, dass sowohl Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften die Sportarten Rollstuhlbasketball und eben Blindenfußball vorgestellt werden. Das Ziel ist es, Kinder und Jugendliche für die Leistungsfähigkeit von Menschen mit Behinderung zu sensibilisieren. 


Zum Blindenfußball ist zu sagen, dass dies eine inklusive Sportart ist, in der sowohl Blinde als auch Sehende mitspielen können. Die Sehenden, darunter der sehende Torwart, dürfen in dem für sie zugeteilten Drittel des Feldes Tipps geben. Das Feld ist 20 mal 40 Meter groß und es wird, wie im Futsal, fünf gegen fünf gespielt. Der Ball ähnelt ebenfalls dem Futsal-Ball, denn er ist etwas schwerer als das übliche Spielgerät. Zusätzlich ist in dem Ball ein Plättchen eingesetzt, das beim Passen rasselt, damit die Spieler den Ball hören.


Trainer Maurizio ging bei seinen Übungen mit den Leibnizern folgender­maßen vor: Die ersten Schritte sollten durch einige Lauf­übungen, die von der Schwierig­keit ständig gesteigert wurden, getan werden. Dabei gab es einen sehenden Tandem-Partner, der Anweisungen gab und darauf achtete, dass es keine Verletzungen gab. Das klappte gut, am Ende war keiner verletzt. Es machte allen großen Spaß, und dies steigerte sich noch, als der Ball ins Spiel kam.

Zuerst standen Dribbelübungen auf dem Programm. Blindenfußballer dribbeln den Ball zwischen beiden Füßen, so dass man den Ball nicht so leicht verlieren kann. Das Passen ist zwar ähnlich wie beim normalen Fußball, doch sollte man beim Blindenfußball den Ball in einer „Pinguin­stellung“ annehmen, denn dann hat man möglichst viel Fläche. Man sieht den Ball ja nicht. Nach der Schuss- und Abwehrübung wurde noch ein Abschlussspiel gemacht, in dem immerhin vier Tore fielen.

Nils und Robin als Mitglieder des Sportkurses waren der Meinung, dass beim Blindenfußball die Orientierung am schwierigsten sei. Es sei nicht so leicht gewesen sich zu überwinden, da man ja nichts sieht.


Wir bedanken uns bei Maurizio für diese spaßige und vor allem lehrreiche Einheit!


Felix Moskalev, 7d